Wer kann sich schon alle Kennwörter merken…? Und die ganzen PINs und so weiter… Wo soll man bloß Zertifikatsdateien zuverlässig sichern?
Eine gute Antwort auf diese Fragen ist sicherlich: “In/mit KeePassX“.
Die Installation ist denkbar einfach (wie’s halt so ist, wenn die Anwendung in den Ubuntu-Paketquellen enthalten ist):
sudo apt-get install keepassx
Ich möchte hier keine umfängliche Bedienungsanleitung bringen. Das würde wohl keinen Sinn machen. Vielmehr möchte ich die interessantesten Features benennen und wozu sie verwendet werden können.
Besonders praktisch ist die portable Version von KeePassX, da sie auf einem USB-Stick überall hin mitgenommen werden kann. Auch aus Sicherheitsgründen macht es durchaus Sinn, die Kennwort-Datenbank auf einen USB-Stick auszulagern. Auch wenn die Datenbank natürlich geschützt ist. Wenn sie erst gar nicht physikalisch erreichbar ist, erhöht das die Sicherheit natürlich ungemein.
Die portable Version kann man sich auf der auch sonst zu empfehlenden Seite PortableLinuxapps.org herunterladen. Sucht dort einfach nach KeePassX.
Die heruntergeladene Datei kann dann einfach gestartet werden. Zuvor muss aber natürlich noch das Execute-Flag gesetzt werden.
Die portable Version ist für 32bit-Systeme kompiliert. Beim Versuch, die Anwendung auf einem 64bit-System zu starten wird ein Fehler erscheinen (ungefährer Wortlaut: “libfuse... wrong ELF class: ELFCLASS64“).
Die Lösung ist, die genannte Library (libfuse) auch in der 32bit-Version im System zu hinterlegen. Diese kann für Natty unter folgendem Link bezogen werden: http://packages.ubuntu.com/natty/i386/libfuse2/download
Die heruntergeladene .deb-Datei kann man dann entpacken, mit:
sudo dpkg -x libfuse2_2.8.4-1.1ubuntu4_i386.deb .
Unter anderem wird ein Verzeichnis namens lib entpackt, dessen Inhalt man dann nach /usr/lib32 kopieren muss. Nun sollte die portable Version lauffähig sein.
Am Rande sei hier erwähnt, dass es die Anwendung unter dem Namen KeePass (also ohne X) auch für Windows gibt. Auch eine portable Version davon ist zu haben. Beide Varianten können auf die Datenbank der jeweils anderen zugreifen. Gut zu wissen, denke ich.