Read Later: Kindle + Instapaper + Calibre = Fun

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Jules Verne sagt "Read Later"

Jules Verne sagt "Read Later"

Ihr konntet hier nun schon zwei Artikel zu den Themen Kindle und Calibre lesen: einen über die Verarbeitung von News aus dem Internet zu E-Papers und einen zweiten über die Aufbereitung von Wikibooks-Büchern zu E-Books.

Nun folgt ein dritter Artikel, mit einer dritten tollen Möglichkeit, den Kindle mit Dokumenten zu füttern, ohne dass einem Kosten dafür entstehen. Das Stichwort heißt Instapaper.

Was für ein Paper schon wieder?

Instapaper! Das ist ein Webdienst, der einem die Möglichkeit bietet, Seiten, die man im Internet (interessant) findet, auf eine “Lese ich später”-Liste zu setzen. Ok, hört man diese Beschreibung so, dann könnte man auch denken, dass man sich die Links zu den Beiträgen auch irgendwie anders merken könnte – mit irgend einem Bookmark-Dienst oder so. Das stimmt zwar, allerdings hat Instapaper zwei entscheidende Vorteile:

  • Die Seiten werden weitgehend auf den Artikeltext reduziert, so dass der “Rahmen” der Webseite verschwindet.
  • Die Texte könnten im MOBI-Format, passend für den Kindle, exportiert werden.

Hört sich gut an? Meine ich doch auch. Fangen wir an…

Instapaper “Quickstart”

Erstellt euch zunächst einmal einen kostenlosen Account bei Instapaper. Wenn ihr dann mit eurem Benutzernamen angemeldet seid, wechselt ihr erst einmal auf die Extras-Seite (der Link dahin ist oben rechts auf der Seite zu finden).

Instapaper Text Bookmarklet

Instapaper Text Bookmarklet

Read Later Bookmarklet

Read Later Bookmarklet

Dort findet ihr zwei Bookmarklets, die ihr euch, je nach Gefallen, in eure Lesezeichen-Leiste ziehen solltet:

  • Read Later Bookmarklet (ganz oben auf der Extras-Seite): hiermit fügt man die aktuelle Seite zur eigenen Liste bei Instapaper hinzu. Übrigens funktioniert das auch im Google Reader: hat man einen Beitrag im Google Reader aufgeklappt und startet dieses Bookmarklet, wird der Inhalt des Beitrags verwendet, nicht die Google Reader Seite.
  • Instapaper Text Bookmarklet (fast ganz unten auf der Extras-Seite): hiermit kann man direkt die aktuelle Seite “bereinigt” anzeigen lassen.

Für Chrome- bzw. Chromium-User heißt das (normalerweise), per Tastenkombination STRG + Shift + B die Lesezeichen-Leiste einblenden und einfach die beiden Bookmarklets dort hinein ziehen. Wer den Weg über die Bookmarklets nicht mag, der kann sich auch eine Chrome-Extension aussuchen und installieren – es finden sich ein paar Instapaper-Extensions, die ich selbst aber alle samt nicht empfehlen möchte.

Die gemerkten Inhalte müssen wir nun noch irgendwie auf den Kindle bekommen. Ihr ahnt es schon. Das ist…

(Wieder) ein Fall für Calibre

Calibre Nachrichten-Download

Calibre Nachrichten-Download

Wie die News von Seiten wie Süddeutsche Zeitung und Spiegel kann Calibre auch die Dokumente aus der Merkliste von Instapaper abrufen. Die Anwendung bringt dazu schon ein Schema mit.

Ihr findet dieses Schema (die Calibre-Schemata werden übrigens auch Recipes genannt), indem ihr den Dialog Zeitgesteuerter Nachrichten-Download öffnet und dort in der Kategorie Unknown den Eintrag Instapaper.com auswählt. Ihr müsst dann noch eure Login-Daten für Instapaper hinterlegen. Der Zeitplan kann natürlich eingerichtet werden, wie es einem am besten passt.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass Instapaper die Seiten auch direkt an den Kindle senden kann (via eMail). Ich denke aber, das ist nur interessant, wenn man nicht sowieso schon Calibre regelmäßig im Einsatz hat.

Schließlich…

Ich denke, das dürfte genug Information und detailliert genug beschrieben sein. Falls doch etwas unklar bleibt, könnt ihr ja gerne einen Kommentar schreiben…

Als kleines Fazit zu meinen bisherigen Artikeln rund ums Thema E-Reader, bzw. zu meinen bisherigen “Unternehmungen” mit dem Kindle, würde ich sagen, dass das doch ein wirklich tolles Spielzeug ist. Interessante Texte und die aktuellen News lese ich nun regelmäßig auf dem angenehm anzusehenden E-Ink-Display.
Zu Calibre ist zu sagen, dass es wirklich ein tolles Stück Software ist. Die Optik ist, wie schon erwähnt, nicht wirklich mein Ding. Auch scheint mir die Verarbeitung teils langsam zu sein – zumindest dauert das Abrufen der Nachrichten und die Konvertierung recht lange. Aber der Funktionalitäts-Umfang begeistert!

Und ich werde definitiv bald wieder einen Beitrag zum Thema bringen – das Thema steht schon fest…


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4 Kommentare zu Read Later: Kindle + Instapaper + Calibre = Fun

  1. Kommentar von Werner
    30. Mai 2011, 13:42 Uhr.

    Hallo Gerald, das ist ein Super-Beitrag, ich werde auf unserer Seite darauf verweisen. Es wäre nett, wenn du ab und an auch so etwas für unsere Seite http://www.mexxbooks.com schreiben könntest. Wir starten dort gerade einen Kindle-Buchclub und würden daher profunde Tipps begrüßen. Solltest du Interesse haben und die Konditionen wissen wollen, dann kontaktiere mich doch bitte per E-Mail. Wenn nicht: der Beitrag ist trotzdem supertoll, danke! Werner

    • Kommentar von Gerald
      30. Mai 2011, 13:52 Uhr.

      Hallo Werner,
      besten Dank schon einmal für die kommende Verlinkung – aber auch für die Einladung. Für’s Erste bin ich allerdings mit meinem gerade erst gestarteten Blog ausgelastet. Trotzdem werde ich mir aber natürlich Eure Seite demnächst mal genauer ansehen und mir deine Einladung im Hinterkopf behalten…
      Gruß, Gerald

  2. Pingback: Blog-Update: Optik, Read Later und Twitter | ME and my U

  3. Kommentar von Juhu
    30. November 2011, 08:46 Uhr.

    Instapaper und Calibri waren tatsächlich zwei Gründe, weshalb ich mir den Kindle zugelegt habe. Echt praktisch!

    Eine einzige Sache fehlt mir: Vom Kindle Artikel an Instapaper o.ä. zu schicken. Also, wenn man etwa eine Zeitung liest und sich einen Artikel bewahren möchte, kann man ihn nur auf dem Kindle abspeichern, was am Kindle etwas unübersichtlich ist…

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