Erste Erfahrungen: Synology DS211j NAS

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Nachdem ich jetzt die ersten Erfahrungen mit meinem neuen „Spielzeug“, einem Synology DS211j, gesammelt habe, möchte ich eben diese hier zum Besten geben. Ich denke, ich werde mehrere Artikel dazu schreiben – es ist einfach zu viel, um alles in einen Post zu verpacken.

Die Artikel drehen sich zwar hauptsächlich um das NAS, aber es wird darauf auch auf die Shell-Ebene gehen. In sofern betrachte ich also das ganze nicht wirklich als Off-Topic – wird das gute Stück doch mit BusyBox, einem Embedded Linux, betrieben. Zudem wird es auch immer mehr um die Verbindung zwischen meiner Ubuntu-Büchse und dem NAS gehen. Dazu werde ich aber wohl erst noch eine Weile „forschen“.

In diesem Artikel möchte ich erst einmal über meine ersten Eindrücke und Erfahrungen berichten. Zudem werde ich etwas auf die Konfiguration bzw. die Einstellungen auf dem Gerät eingehen…

Für alle nicht so versierten möchte ich vorweg kurz erklären, was ein NAS ist. Ein NAS (Network Attached Storage) kann man praktisch als externe Festplatte sehen, die im Heim-Netzwerk hängt. Somit ist der Speicher aus dem gesamten Heim-Netzwerk erreichbar. Tatsächlich sind diese Geräte aber mehr als nur eine Festplatte – eher ein kleiner Rechner mit eigenem Betriebssystem und meist vielen praktischen Funktionen, z.B. Datensicherungs-Möglichkeiten, Medien-Server o.ä. Zudem unterstützen NAS normalerweise RAID-Systeme – Strategien, um mit mehreren Festplatten für höhere Datensicherung (z.B. durch Spiegelung der Daten) oder für höhere Schreib-Performance zu sorgen.

Die Hardware

Wie gesagt habe ich mich für die Disk Station DS211j von Synology entschieden. Unter anderem war eine Anforderung an das NAS, dass der Squeezbox-Server von Logitech (auch als Slimserver bekannt) darauf installiert werden kann – dazu aber später mehr. Ansonsten war mir ein möglichst geringer Strombedarf wichtig, natürlich bei möglichst geringem Anschaffungspreis. Beide Kriterien wogen jeweils schwerer als die Performance.

Außerdem wollte ich ein NAS mit zwei Bays, da ich ein RAID 1 aufsetzen wollte. Dazu habe ich mir die größte Samsung-Platte aus der Kompatibilitäts-Liste ausgesucht (2TB) und mir zwei Exemplare davon kommen lassen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass ich keine Werbung für die Geräte und Hersteller machen möchte. Trotzdem muss ich natürlich die Hersteller und Modellnamen nennen, damit euch klar ist, von was ich hier spreche.

Die Installation

Die Platten waren natürlich schnell eingebaut: Gehäuse aufschieben, Platten reinschieben und festschrauben, Gehäuse zuschieben und zuschrauben. Fertig.

Die erste Einrichtung der Geräts läuft über den sogenannten SynologyAssistant, der auch für Linux angeboten wird. Die Installation des Tools ist eigentlich recht einfach – im Download-Paket findet sich eine Datei namens HowToInstallAssistant.txt, die die Vorgehensweise erklärt. Anzumerken ist aber, dass bei mir das Tool zunächst immer mit einem Fehler (ich meine, einem SegmentationFault) abgebrochen ist. Kurze Zeit später habe ich aber bemerkt, dass es aber mit sudo problemlos gestartet und benutzt werden kann.

Natürlich habe ich den Assistant und auch das Betriebssystem (damit meine ich das DSM, Synology nennt das wohl Firmware?!) aktuell von der Download-Seite des Herstellers heruntergeladen. Besonders bei dem Betriebssystem ist das sinnvoll, zumal es bereits in der Version 3.1 vorliegt, auf der CD aber noch die Version 3.0 mitgeliefert wird.

Als nächstes stand dann die Erstellung des Volumes als RAID 1 an. Hierzu ein How-To zu schreiben wäre aber wohl übertrieben. Wie die komplette Inbetriebnahme war auch dieser Schritt wirklich einfach und selbsterklärend.

Die Synchronisation lief dann allerdings erst einmal ein paar Stunden. Wie lange genau, kann ich nicht sagen, weil ich irgendwann mal ins Bett gegangen bin und das NAS hab NAS sein lassen… 😉

Nachdem das Volume (Volume 1 genannt) dann zur Verfügung stand, habe ich zunächst einen gemeinsamen Ordner angelegt. Und zwar einen, der in Zukunft meine Musik (und vielleicht auch andere Medien) aufnehmen sollte. Ich habe ihn daher Medien getauft.

Interessante Einstellungen

Win/Mac/NFS, Reiter NFS

  • Hier habe ich NFS aktiviert, um per NFS auf die Daten zugreifen zu können. Da ich weder mit Windows noch mit Mac OS arbeite, interessieren mit persönlich die anderen Einstellungen hier nicht.

DDNS

  • Die DDNS-Einstellungen benutze ich nicht. Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass ich mir das hier spare, weil sich mein Router (eine Fritz!Box) bereits um die Dynamic-DNS-Verbindung kümmert.

Terminal

  • Hier habe ich SSH-Dienst aktivieren angehakt, um auch per Shell-Login auf dem Gerät arbeiten zu können.

DSM-Einstellungen, Reiter HTTPS-Dienst

  • Die Portnummern habe ich auf 5000 (HTTP) und 5001 (HTTPS) gelassen.
  • Die beiden Haken HTTP-Verbindung aktivieren und HTTP-Verbindungen automatisch zu HTTPS umleiten habe ich natürlich gesetzt. Ich wollte ja Zugriff aus dem Internet auf mein NAS zulassen.

Benachrichtigung

  • Hier habe ich die SMTP-Verbindungsdaten von meinem Googlemail-Account eingetragen, damit ich darüber bestimmte Benachrichtigungen vom NAS erhalten kann.

Energie, Reiter Energie-Zeitplan

  • Hier habe ich einen Zeitplan angelegt, der bewirkt, dass das Gerät über Nacht ausgeschalten wird bzw. im Standby läuft.

DDNS und Portweiterleitungen

Auf meiner Fritz!Box habe ich dann erst einmal für folgende Ports eine Weiterleitung auf das NAS angelegt:

  • Port 5000NAS, Port 5000 – eigentlich für HTTP-Verbindungen, wird aber automatisch auf 5001 umgeleitet. Ist aber halt einfacher zur Eingabe im Browser, weil man sich das http:// bzw. das https:// sparen kann.
  • Port 5001NAS, Port 5001 – für die HTTPS-Verbindung auf die Admin-Oberfläche des NAS.
  • Port 5022NAS, Port 22 – so kann ich mich aus dem Internet per SSH auf der Shell anmelden.

Natürlich ist, wie gesagt, die Fritz!Box auch für die Verbindung mit dem Dynamic-DNS-Dienst zuständig. Aber das hatte ich sowieso schon konfiguriert.

Ordner mounten

Meinen gemeinsamen Ordner namens Medien habe ich zunächst einmal so gemountet:

sudo mkdir /media/Medien
sudo mount -t nfs 192.168.21.20:/volume1/Medien /media/Medien

Bei Gelegenheit werde ich dann noch einen entsprechenden Eintrag in der fstab machen. Dazu aber auch später mehr.

Und weiter?

Wie gesagt, möchte ich euch demnächst noch mehr aus dem Dunstkreis NAS schreiben. Aber ich muss natürlich auch erst einmal alles aufbauen und durchspielen, durchtesten usw. Ich werde definitiv noch etwas zum Squeezebox-Betrieb schreiben. Außerdem wird es so etwas wie ein How-To für die Installation von pyLoad, einem Downloader, auf dem NAS geben.


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1 Kommentare zu Erste Erfahrungen: Synology DS211j NAS

  1. Pingback: Paketmanager IPKG auf Synology-NAS installieren | ME and my U

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